DIG

2012

 

1. Halbjahresprogramm

der   DIG   Zweiggesellschaft Mainz

Kontaktstelle
Dr. Jacob Roy Tharakan, Römerwall 39
55131 Mainz
Tel.: 06131 572516
Konto: Sparkasse Mainz
Nr. 59 204     BLZ 550 501 20
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27. April   2012       Rathaus Mainz
18. Mai     2012       Rathaus Mainz
01. Juni     2012       Landesfilmdienst RP Mainz
12. Juni     2012       Frankfurter Hof


27. April 2012       Freitag   19:00 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Erfurter Zimmer Eintritt: frei

 



Griechisch-Indische Münzen



Bildervortrag

Referent: Eckhart Kauntz, ehem. Redakteur (FAZ)

Die - mit Unterbrechung - drei Jahrhunderte währende Präsenz der Griechen im nordwestlichen Zipfel des Subkontinentes war für seine Bewohner wie für die Besatzer keine friedliche Zeit. Etwa 45 griechisch-makedonisch¬stämmige Könige kämpften im 2. und 1. Jh. um die Macht - meist gegeneinander. "Aber die Yavanas (Griechen) blieben nicht in Madhyadesha. Ein Bürgerkrieg brach aus. Auf ihrem eigenen Territorium gab es eine entsetzliche Schlacht, äußerst blutig. Das hatte ihre vollständige Vernichtung zur Folge". So ein Bericht eines indischen Historikers aus dem 5. Jh.
Die meisten der Könige sind uns nicht durch schriftliche Überlieferungen bekannt, sondern nur durch Münzen, die ihr Konterfei tragen. Es handelt sich um Zeugnisse einer "ausgeprägten" Kultur, deren Erzeugnisse teilweise zu den künstlerischen Spitzenleistungen des Hellenismus zu zählen sind. Viele dieser indo-griechischen, zweisprachig geprägten Münzen haben in den letzten Jahrzehnten die Märkte erreicht - Plünderer historischer Stätten sowohl in Afghanistan wie in Pakistan reich und Sammler in aller Welt glücklich gemacht.

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18. Mai 2012       Freitag   19:00 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Erfurter Zimmer

Eintritt: frei

 



Mittendrin und doch abseits

Eine Reise durch das wenig touristische Zentralindien


Diavortrag

Referent: Dr. Richard Hattemer, Mainz

Der zentralindische Bundesstaat Madhya Pradesh führt im Vergleich zu Goa, Kerala und Rajasthan ein touristisches Schattendasein. Dabei ist er eine wahre Schatzkammer religiöser Kunst und Architektur. Inmitten ländlicher Abgeschiedenheit stößt der Besucher sowohl auf prächtig erhaltene als auch verblichene Zeugnisse der vergangenen zwei Jahrtausende: buddhistische Stupas, Hindutempel, muslimische Palastanlagen und einiges mehr. Aber nicht nur das: Während in den Großräumen Delhi, Mumbai, Bengaluru und „Cyberabad“ das digitale Zeitalter angebrochen ist, erlebt der Reisende hier ein Stück Indien, in dem die Uhren eher langsam ticken – und der Tourist mitunter ebenso bestaunt wird, wie er selber auf die vielen Eindrücke rings um ihn herum reagiert.

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01. Juni 2012       Freitag, 18:45 Uhr
Ort: Landesfilmdienststelle Rheinland-Pfalz e.V.
Petersstr. 3, Mainz

(Eingang im Hof der Peterskirche)
Eintritt: frei


DIG Mainz e.V. in Kooperation mit
Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz e.V.
  Filmvorführung

Umrao Jaan


Indien 2006, 188 Min. Regisseur: J. P. Dutta
Nach dem Roman von Mirza Muhammad Hadi Ruswa (1857 - 1931)

 
  Nordindien, 19. Jahrhundert. Der Film erzählt die Geschichte einer Kurtisane. Amiran (Aishwarya Rai) wird im Alter von neun Jahren aus ihrer Heimatstadt Faizabad entführt. Sie wird verkauft und der Obhut von Khanum Sahib (Shabana Azmi) Bordellbetreiberin unterstellt. Sie lehrt das junge Mädchen die Künste des Singens, Tanzens, Dichtens und der Verführung. Amiran wird zur Kurtisane „Umrao Jaan“ und zur Attraktion der Stadt Lucknow. Auch Edelmann Nawab Sultan (Abhishek Bachchan) ist von ihrer Anmut gefangen. Amiran erwidert seine Liebe, doch einer Kurtisane ist ein Weg bestimmt, der ihr eine Heirat verwehrt. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf…
Der Regisseur brachte in dieser Neuverfilmung das derzeit gefragteste Traumpaar des Hindi-Kinos in monumentalen Aufnahmen zusammen.
Das Buch zählt zu den Klassikern der urdu Literatur.
 
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12. Juni 2012       Dienstag   20:00 Uhr
Ort: FRANKFURTER HOF
Augustinerstr. 55, 55116 Mainz


Eintritt: 22 € ; DIG-Mitgl. 18 €.
In Kooperation mit dem
INDISCHEN GENERALKONSULAT FRANKFURT, mit der Stadt MAINZ und mit dem
FRANKFURTER HOF
in Rahmen der Feierlichkeiten
DAYS OF INDIA IN GERMANY - 60 Jahre diplomatische Beziehungen



F L Ö T E N K O N Z E R T



   
 

Pandit   H A R I P R A S A D     C H A U R A S I A


mit Tabla- und Tambura-Begleitung

 
  Pandit Hariprasad Chaurasia wurde 1938 geboren, ungewöhnlicherweise nicht in einer Musiker-Familie. Sein Vater war Ringkämpfer und er wurde auch dazu ausgebildet. Er durfte nur heimlich Musik studieren, erst als Sänger, dann – nach dem Erlebnis von einem Flötenkonzert – als Bansurispieler. Bald entwickelte er sich aber zu dem meist gefragten Flötenspieler - nicht nur in Indien, sondern weltweit -, denn er ist nicht nur ein begnadeter klassischer Musiker, sondern mit den von ihm ausgearbeiteten neuen Blas- und Grifftechniken gelang es ihm der Musik eine überirdische, unverwechselbare Feinheit und Vielfältigkeit zu verleihen.
Er erhielt mehrere nationale staatliche Auszeichnungen, darunter einen Sangeet Natak Akademi Award (1983), Padma Bhushan (1992) und Padma Vibhushan (2000), Nada Vidya Bharti (2009). In 2010 wurde ihm vom französischen Kultusministerium die Auszeichnung Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres (Ritter des Ordens der Künste und Literatur) verliehen als Anerkennung für die Verbreitung der Kultur in Frankreich und in der ganzen Welt. Für die gleichen kulturellen Dienste ehrte ihn die Niederländische Königliche Familie mit dem Verdienstorden Officier in de Orde van Oranje-Nassau.
In 1996 gründete er in Mumbai die Brindavan Gurukul, eine Kunstakademie, die sich der Lehre und Förderung der darstellenden Künste widmet. Ein ähnliches Institut plant er in Orissa aufzustellen.
Chaurasia ist auch künstlerischer Leiter der Abteilung Nordindische klassische Musik des Konservatoriums in Rotterdam.


 
  Die Bansuri ist ein 30-50 cm langes, diatonisch gestimmtes Bambusrohr, in Nordindien mit 6-7, in Südindien mit 8 eingebrannten Grifflöchern (das Bohren würde die Bambusstruktur zerstören), ohne Mundstück. Die Halbtöne und die verschiedenen, in der indischen Musik sehr wichtigen Verzierungen werden mit der nicht vollständigen Abdeckung der Löcher hergestellt. Erwähnenswert ist, dass die Löcher - abweichend von dem europäischen Usus - nicht mit der Fingerkuppe, sondern mit dem zweiten Fingerglied abgedeckt werden.
Ein relativ einfaches, aber uraltes Instrument. In Indien unter mehreren Dutzend Namen bekannt. In der Hindu Religion und Metaphysik ist sie ein Sybol für das Leben, denn wie durch das Bambusrohr durchströmende Luft die Musik entsteht, so wird das Material auch durch die durchströmende Atemluft (prana) lebendig. In der altindischen Mythologie steht dieses Instrument mit Krishna in enger Verbindung. Sein Flötenspiel hatte Zauberkräfte und zog so die Hirtenmädchen wie die Tiere in seinen Bann.
 
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Weitere Programme bzw. Details werden noch später bekanntgegeben.

M.M.Fischer Letzte Aktualisierung: 18.07.2012