DIG

2011

 

1. Halbjahresprogramm

der   DIG   Zweiggesellschaft Mainz

Kontaktstelle
Dr. Jacob Tharakan, Römerwall 39
55131 Mainz
Tel.: 06131 572516
Konto: Sparkasse Mainz
Nr. 59 204     BLZ 550 501 20
Hauptseite         2010/2        Guide 2011 2011/2




20. Mai   2011       Rathaus Mainz
03. Juni   2011       Rathaus Mainz
10. Juni   2011       Rathaus Mainz
22. Juni   2011       Schott Music Innenhof


22. Mai 2011       Freitag   19:00 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Valencia-Saal

Eintritt: frei

 



300 Jahre Heilige Schriften der Sikhs



Bildervortrag mit musikalischer Umrahmung

Referent: Dr. Ajit-Singh Sikand, Indologie, Universität Mainz

Die Sikh-Religion (sikh = "Schüler" in Hindi) ist eine der jüngsten monotheistischen Weltreligionen. Sie ging aus einer Reformbewegung hervor. Als Begründer wird Guru Nanak (1469 - 1539), ein Wanderprediger betrachtet, der seine Mitmenschen zu einer Lebensweise zu überreden versuchte, in der auf alle Formen von Gewalt, Diskriminierung und Ritualismus verzichtet wird.
Es gibt nur einen Gott (für alle), der aber keinen Namen, keine Form und somit auch kein Geschlecht hat. Das menschliche Leben ist der Höhepunkt eines Entwicklungsprozesses: auf ein ehrenhaftes Leben folgt die Wiedervereinigung mit Gott, nach einem unehrenhaften fängt der Kreislauf mit dem niedrigsten Lebewesen wieder an.
Guru Nanak und die folgenden neun Gurus sammelten und verfassten lehrsame Texte (meist in Versen - mit Melodie!). Diese Sammlung (Adigrantha = "Ur-Buch") gilt als die heilige Schrift der Sikhs. Der zehnte Guru Gobind Singh (1675 - 1708) brachte die Sammlung in die endgültige Form, erhob sie zum "Schriftguru" - Guru Granth Sahib - und erklärte damit die Ernennung folgender Gurus für überflüssig.
Heute hat diese Religion weltweit rund 23 Millionen Anhänger. Die meisten leben in Nord-Indien, Pakistan und Afghanistan, über die westliche Diaspora sind aber auch weltweit verstreut.

top


03. Juni 2011       Freitag   20:00 Uhr
Ort: Gutenberg-Museum, Vortragssaal

Eintritt: frei

Im Rahmen und in Kooperation mit der
Mainzer Minipressenmesse


BASANTI UTSHAB - Indisches Frühlingsfest

Musik und Tanz zu Texten und Liedern von
Rabindranath Tagore


Eigentlich ist in Indien der Monat Phalgun (März) die Frühlingszeit und HOLI, das Fest der Farben. In dem kurzen indischen Frühling zeigt die Natur ihre schönste Seite, der Himmel ist meist blau, die blühenden Bäume glänzen in voller Farbenpracht. Die Straßen sind voller Menschen, die sich gegenseitig mit „Gulal/Aabir“ (buntem Pulver) oder mit buntem Wasser bewerfen. Lustige Prozessionen, Musik und Tanz sorgen für eine ausgelassene Stimmung.
- Wir wollen in diesem Jahr in den deutschen Frühlingsmonaten Mai/Juni mit unseren Freunden gemeinsam das indische Frühlingsfest feiern - sagt der Leiter der Gruppe, Rabindranath Ray. - Und dieses Mal – in seinem 150. Geburtstagsjahr - werden die Musik- und Tanzkompositionen des bengalischen Dichters Rabindranath Tagore im Mittelpunkt stehen.

Rabindranath Tagore (7.5.1861 - 7.8.1941) wurde in Kolkata geboren und erhielt 1913 als erster Schriftsteller außerhalb des westlichen Kulturkreises den Nobelpreis für Literatur. Er war nicht nur ein Dichter-Philosoph, sondern ein Humanist und Naturfreund, Dramatiker und Autor, Maler und Komponist, Erzieher und Sozialkritiker. Er fühlte sich als Weltbürger, und nicht zuletzt wurde er für sein Engagement und seinen Beitrag für den Frieden und die Völkerverständigung weltweit verehrt. Sein literarisches Werk umfasst 26 großformatige Bände und deckt alle Facetten der Literatur ab. Tagore war in seinem Leben sowie in seiner Kunst ein ständiger Erneuerer. Er schuf neue Formen und Stile in seiner Lyrik, bewirkte große Veränderungen in der Sprache und Volksmusik, schrieb und komponierte über 2000 Lieder, führte neue Formen des Dramas, der Oper und des Tanzes ein und entwickelte einen sehr persönlichen Stil in der Malerei. Und nicht zuletzt realisierte er seinen Traum einer universalen Begegnungsstätte durch die Gründung der Universität VISVA-BHARATI in Santiniketan (Indien).

 

Rabindranath Ray - Bambusflöte

 


Saibal Chatterjee - Tabla
 

Meghamita Mitra - Tanz (Kathak)
 

Bhaswati Mitra - Gesang
top


10. Juni 2011       Freitag   19:00 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Valencia-Saal

Eintritt: frei


 

Zarathustra - Dichter und Priester



Referent: Prof. em. Helmut Humbach, Komparatistik, Universität Mainz

 
Zarathushtra, wie sein Name richtig lautet, (der vermutlich um 1000 v. Chr. gelebt hat,) gilt als der Gründer der vorislamischen Religion der iranischen Stämme. Unsere antike Überlieferung, gefolgt vom modernen anglophonen und frankophonen Sprachgebrauch, nennt ihn Zoroaster und bringt ihn dadurch in Zusammenhang mit Astronomie und Astrologie, wovon in der religiösen Überlieferung nicht viel wahrzunehmen ist. Er gilt als der Dichter von siebzehn strophischen Liedern (Gathas), die bis heute den Mittelpunkt des Ritus seiner Verehrer - insbesondere der indischen Parsen - bilden.
Zum Thema s. Besprechung seines neuesten Buchs (Helmut Humbach and Klaus Faiss: Zarathushtra and His Antagonists, A Sociolinguistic Study with English and German Translations of His Gathas. Reichert, Wiesbaden 2010. 216 S., € 69.-.) in: NZZOnline vom 22.12.10 http://www.nzz.ch/magazin/buchrezensionen/wider_die_kiffenden_luegenpriester_1.8814875.html
 
top


22. Juni 2011       Donnerstag   20:00 Uhr
Ort: N IC H T!!! SCHOTT MUSIC, INNENHOF
Weihergarten 5, 55116 Mainz


sondern wegen des schlechten Wetter

FRANKFURTER HOF
Augustinerstr. 55, 55116 Mainz

Eintritt: € 14,-- / ermäßigt u. DIG-Mitgl. € 10,-- / Kartenvorverkauf durch FRANKFURTER HOF , Mainz.
Kinder bis 14 frei!

 



Chhau-Chhau - Maskentanztheater


Pandit Gopal Dubey und sein nordindisches Tanz- und Musikensemble





 Von den drei stilistisch zu unterscheidenden Richtungen des Chhau-Tanzes: Seraikella (Bihar), Purulya (Bengal) und Mayurbhanj (Orissa), gelangt hier die Erstere zur Aufführung, deren Masken denjenigen des japanischen Noh-Tanzes und Wayang Wong aus Java ähneln!
Sie sind eine Kombination aus Volks-, Stammes- und martialischen Tanzelementen mit Aspekten des klassischen indischen Tanzes.
Beliebt sind Schmetterlings- oder Pfauentänze, in denen die Freude über Gewitter und Regen zum Ausdruck kommt oder Szenen des alltäglichen Lebens, z.B. wie Fischer ihre Netze zum Fang auswerfen, der Schwerttanz, das Frühlingserwachen…

Einziger Auftritt des Ensembles in Deutschland!

 
top

Weitere Programme bzw. Details werden noch später bekanntgegeben.

M.M.Fischer Letzte Aktualisierung: 10.06.2011