DIG

2003

 

2. Halbjahresprogramm

der   DIG   Zweiggesellschaft Mainz

Kontaktstelle
Dr. Jacob Tharakan, Römerwall 39
55131 Mainz
Tel. & Fax: 06131 572516
Konto: Sparkasse Mainz
Nr. 59 204     BLZ 550 501 20
Hauptseite         2003/1         Guide 2003

        Guide 2004                 2004/1
08. Okt. 2003   Rathaus Mainz
19. Okt. 2003   Frankfurter Hof Mainz
01. Nov. 2003   Frankfurter Hof Mainz
11. Nov. 2003   Rathaus Mainz
16. Nov. 2003   Frankfurter Hof Mainz
28. Nov. 2003   Landesfilmdienst RP Mainz
11. Dez. 2003   Rathaus Mainz


8. Okt. 2003       Mittwoch   19:30 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Haifa-Zimmer

Eintritt: frei

Bildungs- und Erziehungsarbeit des Johannesbundes in Indien



Dia-Vortrag



Referent: Oberstudiendirektor a.D. Alois Nilles, Theresianum Mainz


Von der deutschen Öffentlichkeit kaum beachtet, betreibt der Johannisbund (Sitz: Leutesdorf am Rhein) (später siehe unter http://www.johannesbund.de/) seit den 1970-er Jahren in Zentralindien Kindergärten und Heimschulen für Tausende von Unterpriviligierten. Der Referent, langjähriger Leiter des Gymnasiums Theresianum (2002 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet), betreut diese Einrichtungen.
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19. Okt. 2003     Matinee   Sonntag 11:00 Uhr
Ort: FRANKFURTER HOF
Augustinerstr. 55, Mainz

Eintritt: € 10,-         ermässigt / DIG-Mitgl. € 8,-

Maiti - NEPAL


Kinderkulturkaravane 2003
Schirmherr: UNICEF
Nepalesische Kinder

Mädchenhandel ist eines der erschreckendsten Probleme Nepals. Hilfsorganisationen vermuten, daß jährlich etwa 6000 Mädchen nach Indien gebracht und in den dortigen Bordellen zur Prostitution gezwungen werden. Nicht selten werden sie sogar von den eigenen Eltern an Menschenhändlern verkauft. Sie werden gefoltert, vergewaltigt und mit Drogen gefügig gemacht. Viele von ihnen sterben, da auch die Zahl der Infektionen an HIV, Hepatitis und Geschlechtskrankheiten erschreckend hoch ist.

„Maiti Nepal“(das Wort Maiti beschreibt die Familie eines Mädchens, in die sie hineingeboren wurde) wurde 1993 unter der Leitung Anuradha Koiralas von einer sozial engagierten Gruppe aus Lehrern, Journalisten und Sozialarbeitern in Kathmandu mit dem Ziel gegründet, einerseits die Opfer zu retten und ihnen mit Unterkünften, ärztlicher Betreuung, Ausbildungsmöglichkeiten bzw. finanzellen Starthilfen ein menschenwürdiges, selbständiges Leben zu ermöglichen, andererseits das Übel mit Aufklärungsarbeiten präventiv zu bekämpfen.

Ein wichtiger Bestandteil der Aufklärungsarbeit sind die Lieder, die die Mädchen von Maiti Nepal selbst schreiben und singen. Hier erzählen sie von ihren traurigen Erlebnissen und warnen andere Mädchen vor den Gefahren des Menschenhandels. Diese Lieder sprechen auch diejenigen Mädchen und Frauen an, die nicht lesen können.
Für ihre neunjährige erfolgreiche Arbeit bekam Maiti Nepal am 15. April 2002 den „International Children Award" verliehen.

Die BONO-Direkthilfe in Bergisch Gladbach hat zusammen mit MAITI NEPAL eine CD mit 8 Liedern gegen Mädchenhandel und Kinderprostitution produziert.Im Schatten des Himalaya Acht traditionelle Lieder findet man auf der CD, deren Texte von den Mädchen des Projektes umgedichtet wurden.
Die CD kann bestellt (BONO-Direkthilfe e.V., Weyerhardt 28, 51429 Bergisch Gladbach, Fon: 02204-201236, Fax: 02204-201235, Email: info@bono-direkthilfe.org) oder am Tag der Vorstellung im Foyer direkt gekauft werden.
Preis: € 12,--
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1. Nov. 2003       Samstag   ab 16:00Uhr
Ort: FRANKFURTER HOF
Augustinerstr. 55, Mainz

Diwali   -   Lichterfest

                                                                                                                                       
Diwali zählt zu den ältesten - ursprünglich hinduistischen - Festen Indiens, was heutzutage, unabhängig von Nationalitäts- und Religionsunterschieden - in ganz Südostasien gefeiert wird: Ein Beweis der jahrtausendealten, heute leider rasch schwindenden, legendären Toleranz. In Indien ist Kerala das einzige Bundesland, wo Diwali nicht einmal von den dort lebenden Hindus gefeiert wird, dafür haben die Keraleser neben einer ganzen Reihe von grossen Feiern ihr eigenes Lichterfest.
Diwali ist das Fest des Lichtes (eigentlich eine Verkürzung des ursprünglichen Wortes deepavali, wobei deepa Licht, avali Reihe, Kette bedeutet) und tatsächlich, jedes Jahr in dieser Zeit scheint Südostasien in ein Lichtenmeer zu verwandeln. Das Licht ist aber nur die äußere Erscheinung, das Symbol einer ganzen Palette seiner Bedeutungen: Licht meint den Sieg über die physische und geistige Dunkelheit, über alles Bösen, Negativen, gleichzeitig der Anfang eines Neuen, Sauberen, Hoffnungsvollen.
Obwohl es immer schwierig ist, traditionelle Feste der verschiedenen Kulturen miteinander zu vergleichen, scheint Diwali doch eine Art Neujahrsfest zu sein. Diwali wird am Amavasya (Neumondtag) des Monats Ashwin (oder auch Aasho genannt - fällt auf Oktober-November) des alten Mondkalenders gefeiert.
Einige Wissenschaftler sind der Meinung, daß Diwali (mindestens in Nordindien) ursprünglich ein Erntedankfest gewesen. In dieser Zeit ist das landwirtschaftliche Jahr beendet, die Ernte eingetragen, die Verpflichtungen ausgeglichen, Schulden und Löhne bezahlt, die Bücher können abgeschlossen werden.
In einigen Gebieten - hauptsächlich in Orissa - erwarten die Bewohner eines beleuchteten Hauses den Besuch auch von den verstorbenen Ahnen, deshalb wird Diwali in Europa auch mit dem christlichen Allerheiligen in Zusammenhang gebracht. Anderorts sollen die vielen Lichter die bösen Geister vertreiben.
Schließlich wird Diwali wegen einigen Gebrauchsparallelen öfters auch mit Weihnachten verglichen. Der Hauptgrund ist wahrscheinlich die großzügig geübte gegenseitige Beschenkung und daß die Diwali-Feiertage Frieden und Fröhlichkeit ausstrahlen.

                       

Auf das ganze Diwali-Bezugsgebiet allgemein gültig ist , daß in dieser Zeit jedes Haus innen und außen gründlich gereinigt, renoviert und geschmückt wird. Unzählige diya-s   (kleine Öllämpchen, meistens aus Ton) werden angezündet und überall verteilt. Es wird unbedingt etwas Neues angeschafft, sei es ein Einrichtungsgegenstand oder nur ein Haushaltsutensil oder Schmuck.
Die Details des Feierns - förmlich und inhaltlich - können dann regional sehr unterschiedlich sein, die mythologische/religiöse Beziehungen eingeschlossen.

Deepa-Lakshmi       Am meisten verbreitet ist die Lakshmi-Verehrung, denn Lakshmi verkörpert das Glück, den Wohlstand, die Fruchtbarkeit, das Wachstum, die Prosperität. Im Hinduismus ist sie die Gattin von Vishnu. Ihr Zeichen ist der Lotos (daher ihre Beinamen Kamala und Padma). Als eine der ältesten Göttinnen Indiens, hat sie in den später eingeführten Religionen stets und überall ihren Platz, wenn auch nicht immer in dieser Höhe. Einige Glaubensgemeinschaften feiern mit Diwali die Geburt der Göttin, andere ihre Vermählung mit Vishnu.
      In West-Bengalen wird eher Kali - die schwarze Göttin -gefeiert, die der Legende nach an diesem Tag den bösen Raktavija getötet hat.
      Weit verbreitet ist auch die Krishna-Verehrung, als Erinnerung auf die Vernichtung des Demonenkönigs Narakasur.
      Vielerorts steht Rama im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, da er an diesem Tag von seinem 14-jährigen Exil (was von Wissenschaftlern mit der 14-tägigen dunklen Phase des Mondes in Zusammenhang gebracht wird) in seine Heimat Ayodhya zurückgekehrt war, wo ihn seine Landsleute mit Lichterketten erwartet haben.
      Nicht ganz im Mittelpunkt stehend, aber weit verbreitet ist es, Bali in die Feierlichkeiten einzubeziehen, der kein Gott, sondern ein sehr tugendhafter, barmherziger Demonenkönig war, der gleichzeitig einen furchtbaren, ungerechten Krieg gegen den eigenen Bruder geführt hat. Vishnu hat mit seiner gleichzeitigen Bestrafung und Belohnung für die Menschen ein Verhaltensmuster gesetzt. Deshalb ist Diwali auch das Feier der Versöhnung und der Nächstenliebe (besonders zwischen Geschwistern).









                       
Das Diwali-Fest wird an fünf aufeinander folgenden Tagen gefeiert, wobei der eigentliche Diwali-Tag (Neumondtag) der dritte, der mittlere Tag ist.
                                               





16:30 h - 18:30 hBildrollen-Ausstellung
Rüdiger Steiner, Wiesbaden
 
 
¨   Was ist Diwali? - Einführung

¨  Tanz der Kinder :   Gruppe Pankaj Haag   und   Gruppe Bharati Bunke

¨  Vorführung verschiedener Filmausschnitte

¨  Sarasvati Pradesh - Kuchipudi (Tanzvorführung)
 

*       Infostand der DIG       *       *       Getränke und warme indische Küche       *       *       CD-Verkauf       *
*       *       *       Indischer Handwerksstand       *       *       *       Bücherstand       *       *       *
*       *       Bijou-Basar       *       *       Indischer Gewürz- und Lebensmittelstand       *       *


20:00 h

Eintritt: € 15,-
erm. / DIG-Mitgl. € 12,-

M U S A F I R

Troubadure, TänzerInnen und Fakiere aus Rajasthan


 
Die Zigeuner aus der Wüste Thar ermitteln fantastische Impressionen, rhythmisch, wild und mitreißend, mit Gesang, Tanz und Akrobatik. Mit diversen Instrumenten, ob Maultrommel, Tablas, Dholak, Bhapang, Klarinette, Sarangi oder Bendir, schaffen sie ein rauschendes Erlebnis.

Wer die Gelegenheit bekommt Musafir einmal live zu erleben, sollte es sich nicht entgehen lassen.
Weltmusik Magazin SONGLINES.

Ihre neueste CD
MUSAFIR - Barsaat   BARSAAT - Blue Flame World Music
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11. Nov. 2003       Dienstag   18:30 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Haifa-Zimmer

Eintritt: frei

Auf den Spuren von Jacob Haafner

Indienfahrer des 18. Jahrhunderts



Dia-Vortrag
Referent: Dr.phil. Thomas Kohl , Gutenberg Buchhandlung, Mainz


Jacob Haafner
1755-1809
Geboren in Halle, großgeworden in Emden (NL), mit 11 Jahren schon auf hohem See lernte der junge Jacob Haafner als Schiffsjunge die Schifffahrt und die fremden Welten kennen. Später, in den Diensten der holländischen Ostindischen Gesellschaft (VOC) reisend, sammelte er sehr wertvolle und interessante Beobachtungen, unter anderem über das indische Alltagsleben, die er in seinen mehrbändigen Lebenserinnerungen so lebhaft beschrieben hat, daß seine Werke nicht nur in der niederländischen Romantik lange nachwirkten, sondern in mehrere europäischen Sprachen - wenn auch manchmal nur auszugsweise - übersetzt wurden.
Im Zuge einer neuen Übersetzung und Kommentierung unternahm der Referent im 2003 eine Indien-Reise auf den Spuren des empfindsamen Autors.
 Reise in einem Palankin Jacob Haafner: Reise in einem Palankin. 578 S., 49 sw-Abb., 1 Karte. Geb. € 22,80.
ISBN 3-923961-10-3. Neuerscheinung Oktober 2003.



Anschliessend:

Mitgliedervollversammlung

  der Deutsch-Indischen Gesellschaft Mainz
Neuwahlen - Gäste sind willkommen!
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16. Nov. 2000       Sonntag,     20:00 Uhr             In Kooperation mit der DIG Mainz
Ort: FRANKFURTER HOF
Augustinerstr. 55, Mainz

Eintritt: Abendkasse € 14,-     Vorkasse € 12,-     ermäßigt/DIG-Mitgl. € 10,-



Bangalore



Charlie Mariano und die Karnataka College of Percussion


Charlie Mariano - Saxophon 
R. A. Ramamani - Gesang
T. A. S. Mani - Percussion
Ramesh Shotham - Percussion



Charlie Mariano, die lebende Legende der musikalischen Grenzgängergeneration, feiert am 12.11. seinen 80. Geburtstag. Das Konzert ist eine Station der aus dieser Gelegenheit organisierten kurzen Tour.

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28. Nov. 2003       Freitag, 19:30 Uhr
Ort: Landesfilmdienststelle Rheinland-Pfalz e.V.
Petersstr. 3, Mainz

(Eingang im Hof der Peterskirche)
Eintritt: frei


DIG Mainz e.V. in Kooperation mit
Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz e.V.
The Great Liberation. The Life after Death Doku-Filmvorführung zum Tibetischen Totenbuch.
Filmmoderation von dem berühmten Sänger Leonard Cohen (in englischer Sprache).
The Great Liberation /The Life after Death
    (1994)



Mit dem Titel   Tod, Sterbeprozess und Wiedergeburt im Buddhismus
gibt Manfred Seegers , buddhistischer Mönch   (Hamburg),
eine thematische Einführung zu dem Film.
Er arbeitete 1990-2000 als autorisierter buddhistischer Lehrer an der buddhistischen Uniersität Karmapa International Buddhist Institute KIBI in New Delhi.
Sein neuestes Buch: Wissen über Meditation. 2002.
ISBN 3-928554-44-7
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11. Dez. 2003       Donnerstag   19:30 Uhr
Ort: Rathaus Mainz, Erdgeschoss, Haifa-Zimmer

Eintritt: frei

Genius im Schatten der Genies

Zum 200. Todestag von Johann Gottfried Herder



  Vortrag
Referent: Prof. Dr. Dr.h.c. Günther Böhme , Univ. Frankfurt am Main


Prof. Dr. h.c. Günther Böhme
Johann Gottfried Herder Herder ist einer Deutschlands einflussreichster Denker im 18. Jahrhundert: Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph und Theologe, der mit seinen Denkanstössen die ganze europäische Geistesgeschichte bis in die Gegenwart deutlich geprägt hatte, insbesondere auf den Gebieten der Sprachphilosophie, der Geschichtsphilosophie, der Literatur- und Kulturgeschichte und der Anthropologie. Er setzte die Sprachwissenschaft auf neue Basis und die Sprache als bestimmende Grundlage der Literatur jedes einzelnen Volkes.
Mit seiner Sammlung Volkslieder (1778/79), die 1807 unter dem Titel Stimmen der Völker erschien, gilt Herder als Begründer der Volksliedforschung.
Er steht zu Unrecht in der Erinnerung der Deutschen im Schatten der grossen Weimarer und verkannt im Verdacht zum Nationalismus.
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Weitere Programme bzw. Details werden noch später bekanntgegeben.

M.M.Fischer Letzte Aktualisierung: 23.11.2003